Inhalt
1. Kursziele
Colors everywhere! Komponiere ein “modales” Stück in Leadsheetformat – so weit als möglich zumindest – und lass die Farben sprechen. Klangfarben werden bestimmt durch den dem Stück zugrunde liegenden Modus und wie dieser in der Melodie (Tensions) und Harmonik (modale Funktionsharmonik) hörbar wird. Auch die Art der Voicings (Struktur, Anzahl PDs) tragen viel zur Farbe der Komposition bei.
Die oben genannten Details sind jedoch nur “Richtwerte”. Du kannst Dich durchaus auch davon lösen wenn Dir danach ist. Wichtig ist, dass Du mit Deinen eigenen Mitteln die Du im Moment zur Verfügung hast einen Weg findest, Dich auf Deine individuelle Art auszudrücken. Und das in einer Komposition die eine in sich geschlossene Sprache und eine nachvollziehbare Ästhetik hat.
Arrangiere Deine Komposition für die folgende Besetzung:
3 Horns (tp/as/tb) und Rhythm Section (p/b/d)
Weitere Instrumente oder Vocals können hinzugefügt, müssen aber selber organisiert werden. Mach Dir Gedanken, wie Du die Aussage Deiner Komposition im Arrangement noch “veredeln”, unterstützen und präzisieren kannst.
2. Kursmaterial
3. Studiosessions Archiv
Lektionen des Kurses
1. Discover your Creativity!
Was ist Kreativität? Ist das etwas das uns in die Wiege gelegt wurde oder kann man lernen kreativ zu sein? Wir versuchen, vorgefasste Meinungen wie etwas erschaffen werden kann, zu hinterfragen und, falls nötig, uns von ihnen zu lösen und offen zu werden für neue Möglichkeiten von kreativen Prozessen.
2. Modal Melodies - a colorful storytelling
Die unterschiedlichen Farben und Charakteren der Modi des Ionischen Systems zeigen sich nicht nur in der Harmonik, sondern auch in den Melodien. Wir gehen dem auf den Grund und versuchen, die Eigenheiten jedes Modus zu bestimmen und kleine Stücke in den jeweiligen Farben zu schreiben.
3. Modal functionality - A Contradiction?
Stimmen für Dich die folgenden Aussagen? "Wenn ein Stück funktionsharmonisch gedacht ist ist es immer Dur oder Moll. Modale Stücke bestehen nur aus langen Passagen des gleichen Akkords und haben keine funktional gedachten Akkordprogressionen. Modale Funktionsharmonik ist ein Widerspruch in sich.... " Wir lösen das Rätsel auf...
4. Plateau Modality - Steps To Nowhere
Um die charakteristischen Farben eines Modus so richtig zu zelebrieren, entstanden einige Stücke, die fast ausschliesslich aus einer Klangfarbe bestanden. Allerdings wurde die Tonalität - der Grundton des Tonmaterials - auf verschiedene Weisen "verschoben". Da einzelne Klangfarben oft 4 und mehr Takte beibehalten wurden, entstanden "Plateaus", oder eine Art Treppenstufen.
5. Sculptures of Sound - modal voicings
Zur "neuen" Klangsprache des modalen Jazz gehört nicht nur das Loslösen vom funktionalen Denken, sondern auch von den Terzschichtungen in den konventionellen Voicings. Die Idee Farben zu setzen ist auch hier zentral.
6. Our Horns - Trumpet, Alto & Trombone
Die Besetzung Trompete/Altsax/Posaune kommt in verschiedenen Stilen immer wieder mal vor. Entdecke die fantastische Klangpalette der Drei.
7. 3-stimmige Satztechniken
Das Schreiben für einen 3-stimmigen Bläsersatz ist geprägt von "Kompromissen". Man hat zu wenig Stimmen um alle wichtigen Töne in einem Vierklang mit Tensions darzustellen, aber zu viele um nur melodisch-unisono zu arbeiten. Dadurch besticht der Satz durch einen hohen Grad an Transparenz und hat trotzdem schon ein ganz schönes Klang-Volumen.
8. Hörbeispiele 3-Horn Arrangements
Höre und schaue Dir einige ausgewählte Beispiele von Studierenden für die Besetzung 3 Horns plus Rhythm Section an.
9. Streule Special: The Journey(s) of a Motiv
Motive sind wie Menschen - sie haben Charakter und eine eigene Persönlichkeit. Sie interagieren mit ihrem Umfeld, reagieren und verändern sich. Sie brauchen Luft zum Atmen und haben Hochs und Tiefs.